Das Christentum ist die größte aller Weltreligionen. Rund 2 Milliarden Menschen auf der Welt bekennen sich zu dieser Religion. Das Kennzeichen des Christentums ist der Glaube an einen Gott sowie an Jesus Christus, seinen Sohn. Die Religion ist ursprünglich aus dem Judentum hervorgegangen.

Die Geschichte des Christentums

Die zentrale Figur im Christentum ist Jesus Christus, der vor rund 2.000 Jahren gelebt hat und sich als Sohn Gottes bezeichnete. Durch seine Kreuzigung nahm Jesus Christus die Sünden der Menschen hinweg und stand drei Tage nach seiner Hinrichtung von den Toten auf. Jesus steht bei den Christen daher auch als Symbol für die Wiederauferstehung und das ewige Leben. In der Antike existierten insgesamt fünf christliche Patriarchate, die sich in Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem befanden. Diesen Patriarchaten waren Metropoliten und Bischöfe unterstellt. Nach dem Konzil von Ephesos im Jahr 431 n. Chr. spaltete sich diese Kirche in eine östliche und eine westliche Kirche auf. Aus den östlichen Kirchen gingen die orthodoxen Kirchen hervor, von denen heute die russisch-orthodoxe Kirche die größte ist. Demgegenüber entwickelte sich die westliche Kirche von Rom aus. Der Bischof von Rom hat eine besondere Stellung inne und gilt als direkter Nachfolger des Apostels Petrus. Dieser Papst steht der westlichen Kirche vor, wird aber auch von der östlichen Kirche anerkannt.

Die Christenverfolgung

Da diese Religion von vielen Menschen nicht anerkannt wurde, kam es in der Geschichte zur Christenverfolgung. Diese manifestierte sich vor allem im Römischen Reich. Aber auch im jüdischen Kreis gab es bereits Auseinandersetzungen mit Pharisäern und Tempelpriestern. In Rom erreichte die Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zu Beginn des 4. Jahrhunderts nach Christus ihren Höhepunkt. Ab dem 6. Jahrhundert nach Christus kam es schließlich zur Christianisierung Europas. Ehemalige heidnische Kultstätten wurden umgestaltet, und man errichtete dort christliche Kirchen. Manche heidnischen Kultstätten wie die Hühnengräber in Norddeutschland wurden als Teufelsstätten bezeichnet und gemieden. Die Christianisierung Europas erfolgte teilweise mit Gewalt. Bis zum 10. Jahrhundert waren dann große Teile des Kontinents christianisiert.

Das heutige Christentum

Heute gehören rund 2 Milliarden Menschen dieser Religion an. Über eine Milliarde Menschen bekennen sich dabei zur römisch-katholischen Kirche. Im 16. Jahrhundert kam es unter Martin Luther (1483-1546) zu einer Spaltung der Kirche und der Gründung der evangelisch-lutherischen Kirchen. Diese wiederum teilen sich in drei Gruppen. Dazu gehören der lutherische Weltbund, der internationale lutherische Rat sowie die konfessionelle evangelisch-lutherische Konferenz.

Darüber hinaus gibt es im heutigen Christentum noch zahlreiche kleinere christliche Kirchen und Verbände.

Auch heute noch werden mancherorts Christen verfolgt. Das geschieht beispielsweise in Ägypten oder in Eritrea. Das Christentum ist aber nach wie vor die größte der fünf Weltreligionen. Neben dem Christentum gibt es noch vier andere Religionen, die als Weltreligionen offiziell anerkannt sind. Dazu gehören der Islam, der Hinduismus, der Buddhismus und das Judentum.

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